Kunsttherapie
... öffnet den Weg zu Prozessen der tieferen Verständnisebenen
Die Kunsttherapie ist ein nonverbales psychotherapeutisches Verfahren, das kreative und künstlerische Medien nutzt, um Gefühle, Konflikte und Erfahrungen auszudrücken, die oft schwer in Worte zu fassen sind.
Im Mittelpunkt steht nicht das ästhetische Endprodukt, sondern der therapeutische Prozess, die Selbsterfahrung und die Förderung von Selbstheilungskräften.
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1. Grundprinzipien und Vorgehensweise
◊ Keine künstlerischen Vorkenntnisse:
Es ist keine künstlerische Begabung erforderlich; der Fokus liegt auf dem Ausdruck innerer Bilder.
◊ Prozessorientierung:
2. Methoden und Techniken
◊ Malen und Zeichnen:
Verwendung von Aquarell-, Acryl-, Ölpastellfarben oder Softpastellkreiden, Graphitkohle und Bleistiften. Möglich ist ebenfalls die Arbeit mit fotografischen Medien.
◊ Plastisches Gestalten:
Arbeit mit Ton, Speckstein oder Gips.
◊ Collagen:
Zusammenstellen von Bildern und Materialien.
◊ Offenes Atelier:
Klienten wählen Materialien und Themen frei, oft in der Psychosomatik genutzt.
◊ Lösungsorientiertes Malen (LOM):
Spezifische Methode nach Bettina Egger.
◊ Arbeit am Tonfeld:
Von Heinz Deuser entwickelte Methode.
◊ Ausdrucksmalerei:
Freies Malen zur Förderung des Emotiona Ausdrucks.
3. Ablauf einer Sitzung:
1) Einstiegsgespräch:
Klärung des Themas, der aktuellen Gefühle und Ziele
2) Gestaltungsphase:
Intuitives oder themenzentriertes Arbeiten mit Materialien.
3) Reflexion:
Betrachtung des Werkes, Distanzierung, Besprechung und Bedeutung.
4) Weitergestaltung – Abschluss:
Das Bild kann verändert, neu gestaltet oder zerstört werden, um Perspektiven zu gewinnen.
4. Ziel der Kunsttherapie:
◊ Sichtbarmachung des Unbewussten:
Erinnerungen und Gefühle, die als Bilder gespeichert sind, zugänglich machen.
◊ Verbesserung der Selbstwahrnehmung:
Eigene Bedürfnisse spüren.
◊ Entwicklung von Lösungen:
Durch die Neugestaltung von Bildern neue Handlungsoptionen im Leben erkennen.
◊ Stärkung des Selbstwertes:
Erhöhung der Lebensfreude durch kreatives Tun.
